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Potsdamer Ehrenamtspreis für unser Vereinsmitglied Petra Prestel

Der Ehrenamtspreis für das ehrenamtliche Engagement für die Entwicklung der Quartiere ging in diesem Jahr an Petra Prestel. Sie ist Gründungsmitglied des Vereins Historische Straßenbahn Potsdam e. V. und bis heute äußerst engagiert im Vereinsleben tätig. Sie kümmert sich um alles Organisatorische, um die Kasse und die Organisationen von Fahrten und bereitet Mitgliederversammlungen vor. Rein zufällig arbeitet Prestel hauptberuflich bei den Verkehrsbetrieben Potsdam (ViP).

Petra Prestel (Mi.) erhielt den Ehrenamtspreis für ihr Engagement beim Verein Historische Straßenbahn Potsdam e. V., die Laudatio hielt Dr. Karin Sadowski von der Energie und Wasser Potsdam GmbH. Auch OB Mike Schubert gratulierte. Foto: Stefan Gloede
Petra Prestel (Mi.) erhielt den Ehrenamtspreis für ihr Engagement beim Verein Historische Straßenbahn Potsdam e. V., die Laudatio hielt Dr. Karin Sadowski von der Energie und Wasser Potsdam GmbH. Auch OB Mike Schubert gratulierte. Foto: Stefan Gloede

Gemeinsame Auslober des Ehrenamtspreises sind die Landeshauptstadt Potsdam, die ProPotsdam GmbH und der Verein Soziale Stadt Potsdam. Hauptpartner war zum siebenten Mal die Energie und Wasser Potsdam GmbH.

 

Die Laudatio auf Petra Prestel hielt Dr. Karin Sadowski, Abteilungsleiterin Marketing bei der Energie und Wasser Potsdam GmbH. Wir dokumentieren an dieser Stelle ihre Rede.

 

„Liebe Ehrenämtler,

Sie kennen das sicher auch aus Ihrem Vereinsleben. Ein Verein gründet sich meistens aufgrund einer Idee, die man in die Tat umsetzen möchte. Die klingt erst noch sehr weit weg, aber ist so berührend oder spannend, dass sich engagierte Mitstreiter finden, die mitmachen wollen.

 

Es ist viel vorzubereiten:

  • da müssen Förderanträge geschrieben,
  • Sponsoren immer wieder begeistert und überzeugt,
  • und Materialien besorgt, gelagert und verteilt werden.

Wenn dies gelingt und die Begeisterung, die Idee in die Tat umzusetzen, fruchtet, gibt es genug Mitstreiter, die sich um die fachlichen und technischen Belange kümmern.Aber dann ist da auch noch der ganze Verwaltungskram. Und da kann sich jeder Verein glücklich schätzen, wenn es unter den Mitgliedern auch eine ‚gute Seele‘ gibt. Da wird jemand gebraucht, der

  • im Hintergrund organisiert,
  • den Kontakt zu den Mitgliedern und Sponsoren hält,
  • die Mitgliedsbeiträge einsammelt und die Säumigen immer wieder dran erinnert,
  • die Mitgliederversammlungen vorbereitet und organisiert (und auch mal mit selbstgebackenem Kuchen bereichert),
  • den Vereinsstand besetzt, wenn sich der Verein präsentiert usw., usw.

Der Verein Historische Straßenbahn Potsdam e. V. hat so eine ‚gute Seele‘ seit Beginn seiner Tätigkeit im Jahr 2005. Da trafen sich Straßenbahnfreunde, um aus dem unscheinbaren Fahrgestell einer Arbeitslore wieder einen Straßenbahnwagen zu machen. Denn dieses Fahrgestell war ursprünglich ein Bauteil der Lindner-Bahn – also der ersten ‚Elektrischen‘, die 1907 durch Potsdams Straßen fuhr.

 

Ich hätte es 2005 kaum für möglich gehalten, dass dieses Vorhaben tatsächlich gelingt. Aber am 6. Mai 2013 war es soweit: Der vollständig aufgebaute, schmucke historische Wagen rollte zum ersten Mal wieder durch Potsdam. Immer, wenn er im Stadtbild erscheint, zieht er die Hingucker und Fotografen magisch an. Und nun kümmert sich der Verein um die Pflege und den Betrieb, organisiert in den Sommermonaten regelmäßig Ausfahrten und hat schon wieder neue Pläne. So wird die Lindner-Bahn am 22. Juni zwischen Platz der Einheit und Fontanestraße unterwegs sein.Und da kommt sie wieder ins Spiel – die ‚gute Seele‘ . Sie wird wieder dabei sein. Vielleicht kassiert sie wie so oft die Fahrgelder.

 

Sie kann Leute wunderbar in Gespräche verwickeln. Sie verliert ihren Mut und Enthusiasmus auch dann nicht, wenn es zäh wird. Dann gibt’s eben mal wieder selbstgebackenen Kuchen. Weitermachen! Sie versteht es, ihre Vereinsmitglieder zu motivieren und anzutreiben.

 

Für dieses langjährige, unerschütterliche Engagement möchten wir Ihnen hier heute einmal herzlich ‚Danke‘ sagen.“

 

Auch der Verein gratuliert der "guten Seele" natürlich von ganzem Herzen!