Aktuelles und Termine

An dieser Stelle berichten wir über aktuelle Ereignisse rund um den Verein und
veröffentlichen die nächsten Fahrtermine unseres Wagens.

Fahrtermine für 2018

Die Fahrtermine und Fahrpläne für 2018 werden demnächst an dieser Stelle veröffentlicht. Bis dahin verweisen wir auf die Adventsfahrten mit dem Gotha-Gelenkwagen 177, die am ersten, zweiten und dritten Advent durchgeführt werden.

Fahrsaison 2017 erfolgreich beendet

Mit dem Einrücken des Lindnerwagens ins Depot, haben wir am 23. September die diesjährige öffentliche Fahrsaison beendet. Zwischen April und September 2017 war unser Schmuckstück mindestens einmal im Monat im Einsatz und sorgte bei jedem öffentlichen Auftritt für große Augen und staunende Gesichter. 

Die öffentlichen Fahrten, die in Zusammenarbeit mit der Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH (ViP) auf unterschiedlichen Linienwegen jeweils ab dem Platz der Einheit durchgeführt wurden, fanden großen Anklang beim Publikum. Den Vereinsmitgliedern sei an dieser Stelle für den Einsatz auf dem Wagen gedankt und den zahlreichen Fahrgästen für ihre Mitfahrt. Sie haben damit einen wesentlichen Beitrag zu unserem nächsten Projekt, dem Wiederaufbau eines Beiwagens, geleistet. 

 

Wir freuen uns, Sie auch im nächsten Jahr wieder an Bord begrüßen zu dürfen! 

 

Hier noch ein paar Impressionen von den diesjährigen öffentlichen Fahrten

Rückblick: Sonderfahrten zum "Tag des offenen Denkmals"

Vor mehr als zehn Jahren wurde das Fahrgestell unseres historischen Lindner-Wagens vom brandenburgischen Landeskonservator in die Landesdenkmalliste eingetragen. Es ist für uns daher nur selbstverständlich, dass unser Wagen auch Teil der deutschlandweiten Aktionen rund um den "Tag des offenen Denkmals" am 10. September 2017 war. Nr. 9 pendelte dazu im Stundentakt zwischen dem Platz der Einheit und dem früheren Potsdamer Hauptbahnhof in der Pirschheide. Unsere Fahrgäste hatten dabei Gelegenheit, auf den prächtigen Sitzbüberwürfen Platz zu nehmen. Auf der Fahrt durch die Stadt bekamen sie  neben Informationen zu unserem Wagen zudem auch Erklärungen zu den unbeweglichen Denkmälern am Rande der Strecke. Knapp 100 Potsdamer und Gäste der Landeshauptstadt ließen sich die Chance auf eine Mitfahrt in unserem Tramveteranen nicht nehmen. Die letzte Gelegenheit zur Mitfahrt besteht übrigens am 23.09., wenn unser Wagen letztmalig für 2017 öffentlich unterwegs sein wird. Vom Platz der Einheit geht es dann zur Glienicker Brücke. Wir freuen uns Ihr Kommen. 

Lindner-Motorwagen zum Atlasfest 2017

Am Sonntag, dem 21. Mai 2017 feierte das Potsdam Museum am Internationalen Museumstag zusammen mit seinem Förderverein das 5. Atlasfest. Bei freiem Eintritt konnten alle Ausstellungen im Potsdam Museum besucht werden und auf dem Alten Markt wurde den Besucherinnen und Besuchern ein umfangreiches und abwechslungsreiches Programm geboten. Die Straßenbahn verkehrt seit 1961 zwar nicht mehr über Potsdams schönsten Stadtplatz, der Lindner Motorwagen war natürlich trotzdem Teil des Programms. Vom Platz der Einheit rollte der herrlich restaurierte Triebwagen aus dem Baujahr 1907 durch die Innenstadt und zum Schloss Charlottenhof. Zahlreiche Potsdamer und viele Gäste der Stadt ließen es sich nicht nehmen, das Fahrgefühl aus den ersten Tagen der Elektrischen kennen zu lernen.  Die nächste Möglichkeit zur Mitfahrt besteht am 24. Juni. Dann geht es zur Glienicker Brücke

AHN-Tagung 2017

Am 23. April 2017 ging die 29. Tagung der Arbeitsgemeinschaft Historischer Nahverkehr (AHN) nach vier Tagen zu Ende. Sie wurde von den historischen Nahverkehrsvereinen in Potsdam, Brandenburg a.d. Havel, Frankfurt (Oder) und Schöneiche-Rüdersdorf ausgerichtet. Alle beteiligten Vereine, Verkehrsbetriebe und Dienstleister haben ein umfangreiches wie auch zeitlich und logistisch ambitioniertes Programm geplant und realisiert.

 

In allen Betrieben standen für die rund 100 Teilnehmer aus allen Teilen Deutschlands und weiteren europäischen Ländern Besichtigungen und Sonderfahrten auf dem Programm. Zahlreiche Referenten informierten über die Geschichte der Betriebe, gaben Einblicke in aktuelle Projekte und zeigten neue Wege im Umgang mit der historischen Technik auf.  Bei den abendlichen Veranstaltungen konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer  vorhandene Kontakte pflegen und neue Bekanntschaften schließen.

 

Welche Bedeutung die Tagung hatte, lässt sich nicht zuletzt an den Eröffnungsrednern ablesen. Für die Landeshauptstadt Potsdam richtete der Oberbürgermeister Jann Jakobs das Wort an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, in Brandenburg an der Havel trat die Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann ans Rednerpult. Die Stadt Frankfurt (Oder) war durch den Beigeordneten Markus Derling prominent vertreten. Alle Redner betonten den Wert der Straßenbahn für ihre Städte und lobten die Arbeit der Nahverkehrsvereine.  Auch die Chefs der einzelnen Verkehrsbetriebe ließen es sich nicht nehmen, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer  willkommen zu heißen.

 

Allen Mitwirkenden gilt der aufrichtige Dank für diese gelungene Konferenz, die sicher auch dazu beigetragen hat, das Land Brandenburg auch neben seinen Straßenbahnbetrieben als sehenswertes Ausflugsziel zu bewerben.

 

Hier ein paar Eindrücke von den eingesetzten Historischen Wagen

 

Neujahrsfahrt 2017

Wie in den Jahren zuvor, führte unser  Verein auch in diesem Jahr wieder seine traditionelle Neujahrsfahrt durch. Traditionell ist auch die Auswahl eines besonderen Fahrzeuges für diese Fahrt. In diesem Jahr stellte der Verkehrsbetrieb dankenswerter Weise den frisch instand gesetzten Zug aus KT4Dm 148 und 248 zur Verfügung.

 

Die Fahrt stand ganz im Zeichen der AHN-Tagung, die der Verein zusammen mit den Kollegen in Brandenburg an der Havel, Frankfurt/Oder und Schöneiche-Rüdersdorf im April organisiert. Gäste aus allen drei Vereinen und sowie aus Cottbus nahmen an dieser Fahrt teil, die auch dem gegenseitigen Kennenlernen dienen sollte.

 

Bei Kaffee und Kuchen (danke an die Fleißigen Helfer!) ging es vom Betriebshof zunächst in die Pirschheide und von dort aus weiter nach Babelsberg. Nach einem kurzen Abstecher nach Rehbrücke endete die Fahrt wieder am Betriebshof. Anbei ein paar Impressionen der sehr gelungenen Veranstaltung.

Saisonabschluss 2016

Lindner Wagen am Nauener Tor in Potsdam

Am Sonntag, dem 18.09.2016 hatte unser Lindner-Motorwagen seinen letzten großen Auftritt für dieses Jahr. Zum Potsdamer Umweltfest im Volkspark pendelte Nr. 9 im Stundentakt zwischen Platz der Einheit und der Viereckremise. Zahlreiche Potsdamer und Gäste unserer Stadt ließen sich die Möglichkeit nicht entgehen, auch die neuen Sitzpolster zu inspizieren, die der Verein Anfang September öffentlich präsentieren konnte.

 

Der Lindner-Wagen geht nun in die Winterpause, die er sich nach dieser erfolgreichen Saison auch redlich verdient hat. Hunderte Fahrgäste wurden an den fünf öffentlichen Einsatztagen zu unterschiedlichen Zielen in der Stadt befördert. Die Planungen für das nächste Jahr haben begonnen und wir werden an dieser Stelle natürlich ausführlich darüber informieren.

 

Ein herzlicher Dank an alle, die sich in ihrer Freizeit für den Erfolg der Fahrten engagiert haben, sei es durch Reparaturen am Wagen, Reinigungsarbeiten, die Fahrgastbetreuung, oder das Steuern des Fahrzeuges. Und natürlich geht unser Dank auch an alle Fahrgäste. Dank ihrer Hilfe sind weitere Spenden für den Erhalt des Lindner-Wagens und die nächsten Projekte eingegangen.

 

Wir freuen uns auf 2017.

Sächsische Textilkunst für historische Potsdamer Straßenbahn - Linder-Wagen Nr. 9 ist nun komplett

Für den Verein “Historische Straßenbahn Potsdam e.V.” fertigte die Cammann Gobelin Manufaktur originalgetreue Sitz-Überwürfe

 

Potsdam / Hohenstein-Ernstthal / Chemnitz | Der in den vergangenen Jahren mit viel Liebe zum Detail rekonstruierte Lindner-Triebwagen Nr. 9 der Potsdamer Straßenbahn aus dem Jahr 1907 ist nun komplett - und obendrein so richtig „gemütlich“:  Am 9. September 2016 übergaben Peggy Wunderlich und Torsten Bäz, die Inhaber der in Sachsen ansässigen Cammann Gobelin Manufaktur, die originalgetreu nachempfundene textile Innenausstattung an den Verein Historischen Straßenbahn Potsdam e. V.; anschließend gab es eine von Journalisten begleitete Sonderfahrt durch die Stadt.

Übergabe Sitzbezüge Lindnerwagen
Groß ist die Freude bei allen Beteiligten. Die Sitz-Überhänge waren ein lang gehegter Traum des Vereins Historische Straßenbahn Potsdam.

In aufwändiger Arbeit entstanden sind rot-goldene Überwürfe mit dem eingewebten Bildmotiv des Märkischen Adlers aus dem Potsdamer Stadtwappen. Derartige Decken zierten einst zu besonderen Anlässen die Holzbänke der ersten Generation von elektrischen Straßenbahnen und kamen zudem an kalten Tagen zum Einsatz. Der Potsdamer Verein hat seit 2008 insgesamt 391.000 EUR gesammelt, um den historischen Triebwagen fahrtüchtig machen und in altem Glanz erstrahlen lassen zu können; rund 11.000 Euro davon entfallen auf die textile Ausstattung.

Rekonstruierte Sitzbezüge im historischen Straßenbahnwagen
Was bisher nur auf schwarz-weißen Archivfotos zu sehen war, ist nun wieder in bunter Pracht zu bestaunen: die Sitz-Überwürfe des Linder-Wagens wurden rekonstruiert.

„Wir wussten, dass die Cammann Gobelin Manufaktur in Potsdam schon Repliken für das Potsdamer Schlosstheater hergestellt hatte und über das nötige Know-how verfügt. Im April vorigen Jahres haben wir den Auftrag erteilt und sind mit dem Ergebnis mehr als zufrieden“, berichtet Vereinsvorstand Ivo Köhler. „Vor allem hat uns gefreut, mit welchem Engagement die Textilexperten aus Sachsen zu Werke gingen. Mehrmals sind sie zu uns gekommen, um alle erforderlichen Einzelheiten abzuklären und schließlich ihre Stoffproben zu präsentieren“ 

 

Als Vorlage für die luxuriös anmutenden Überwurf-Decken existierte lediglich ein Glasplatten-Foto in Schwarz-Weiß des von der Fa. Lindner in Ammendorf bei Halle gebauten Wagens, für den die Siemens-Schuckert-Werke, Berlin, die Antriebstechnik lieferten.

 

„Wir haben uns mit Historikern und Denkmalschützern konsultiert und sind uns gemeinsam mit den Vereinsmitgliedern sicher, dass wir hinsichtlich Optik und Haptik das Erscheinungsbild der damaligen Zeit getroffen haben“, erläutert Cammann-Geschäftsführer Torsten Bäz. Seine Partnerin Peggy Wunderlich ergänzt: „Doch es kommt ja bei einem solchen Gebrauchsgegenstand heutzutage vor allem auf hohe Funktionalität an. Deshalb haben wir zunächst mit unterschiedlichen Garnen experimentiert sowie verschiedene Materialkombinationen und Bindungsbilder ausprobiert. Jetzt können wir sagen, dass unser Jaquard-Gewebe für den Wagen Nr. 9 vergleichbar ist mit Hightech-Stoffen, mit denen moderne Auto- oder Flugzeugsitze bezogen werden. Die unter anderem von uns verwendete Polyamid-Chenille ist angenehm flauschig und wenig schmutzempfindlich.“ 

 

Auf der Unterseite sind die Sitz-Überwürfe mit einem Schaumstoff kaschiert, damit sie auf den glatt lackierten Holzleisten nicht rutschen. Die anspruchsvolle Konfektionierung der Gewebeteile, die Kaschierungen, die Borteneinfassungen sowie die Herstellung der zum Fixieren der Stoff-Überwürfe dienenden Lederriemen an den Sitzlehnen oblag dem Team des Raumausstatters Thomas Weichelt, Dresden. Die Zulieferung der passenden Borten und Schnüre übernahm die Jende Posamenten Manufaktur Forst GmbH, sich in der Tradition der Theodor Wagler AG, ehemaliger Königl. Preußischer Hoflieferant, sieht.

 

Die Cammann Gobelin Manufaktur besteht seit 130 Jahren. Nach wie vor produziert das 1886 von Paul Cammann in Chemnitz gegründete Unternehmen schwere Möbelstoffe und Wanddekorationen auf traditioneller Jacquard-Webtechnik für anspruchsvolle Kundschaft weltweit. Schon Bauhaus-Gründer Walter Gropius bestellte bei Cammann, ebenso Konrad Adenauer, der Moskauer Kreml oder die NCL-Reederei für ihren Luxusliner „Pride of America“. Auch Theater-Vorhänge in der Staatsoper Berlin und im Leipziger Opernhaus zeugen vom Können der sächsischen Weber. Das “Muster-Gedächtnis” der Manufaktur ist auf historischen Lochkarten gespeichert; u. a. befinden sich Entwürfe von Henry van de Velde (1863 – 1957) im Archiv. Einmalig in Deutschland ist die Fähigkeit, per Hand kolorierte Gobelins zu fertigen. Produktionsstandort ist Niederwiesa / OT Braunsdorf bei Chemnitz; Firmensitz im juristischen Sinne Hohenstein-Ernstthal.

 

Die Manufaktur wechselte mehrmals ihren Besitzer. 2014 erwarb der damalige Dresdner Torsten Bäz (51) mit seiner aus dem sächsischen Waldenburg stammenden Lebenspartnerin Peggy Wunderlich (33) das Unternehmen.  „Damit hat dieses Juwel deutscher Textiltradition eine Zukunft“, betont Bertram Höfer, Hauptgeschäftsführer des in Chemnitz ansässigen Verbandes der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e. V. (vti): „Wie der jüngste Auftrag aus Potsdam zeigt, gibt es durchaus einen Markt für diese ganz spezielle Art von Heimtextilien.“

Lindner fit für den Sommer

Am Samstag dem 02.04.2016 trafen sich zahlreiche Vereinsmitglieder, um den Linder Motorwagen für die Saison 2016 herauszuputzen. Auch einige handwerkliche Arbeiten am Wagen mussten noch durchgeführt werden, so dass Nr. 9 nun am 07.05.2016 zur ersten öffentlichen Fahrt aufbrechen kann.

 

Ein Dank an alle, die den ersten Frühlingstag in der Werkstatt verbrachten und besonders an Birgit für das umfangreiche Subbotnik-Buffet. 

Fahrtermine 2016

Erleben Sie das Fahrgefühl aus den ersten Jahren der elektrischen Straßenbahn. Auch in diesem Jahr ist unser liebevoll restaurierter Lindner-Motorwagen Nr. 9 von 1907 wieder öffentlich in Potsdam unterwegs. An den folgenden Tagen ist der Wagen im Einsatz:

 

7. Mai | 4. Juni | 2. Juli | 6. & 27. August | 18. September 2016

 

Alle Fahrten beginnen am Platz der Einheit (Wilhelmgalerie). Die Mitfahrt kostet 3,00 € für eine Richtung bzw. für 5,00 € Hin- und Rückfahrt. Tickets sind beim Schaffner erhältlich. Betriebsbedingte Änderungen bleiben vorbehalten.

 

Die Fahrten werden vom Verein Historische Straßenbahn Potsdam e.V. und der ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH durchgeführt.